5 Skandhas oder was ist das Ego?

Die Grundlage von Leiden ist die Identifizierung mit diesem so genannten Ego. Aber was ist das eigentlich genau und woraus besteht es?

 

Hast Du Dich jemals gefragt, was Du genau meinst, wenn Du von „ich“ sprichst? Den ganzen Tag lang sprechen wir über dieses „ich“, aber kaum jemand hinterfragt, was es damit auf sich hat.

 

 


Die 5 Skandhas oder Anhäufungen, bestehend aus der Form, also dem Körper, Wahrnehmung, Gefühlen, Gedanken und Bewusstsein bilden in ihrem Zusammenspiel das, was wir im Allgemeinen als „ich“ bezeichnen.

 

Da existiert ja gar kein Wagen

 

Doch wie ein Wagen, der aus Rädern, Achsen, Karosserie, Sitzen etc. besteht und all diese Einzelteile wieder aus verschiedenen Materialen zusammengesetzt sind, existiert dieses „ich“ nicht wirklich. Es hat keine aus sich selbst heraus existierende Grundlage.

 

Betrachten wir die einzelnen Skandhas, und das ist einer der wesentlichen Punkte während Zazen, können wir erkennen, dass auch die einzelnen Bestandteile nicht aus sich selbst heraus existieren und bedingt sind, durch viele verschiedene andere Umstände.

 

Alles ist bedingtes Dasein

 

Der Körper ist bedingt durch den Geschlechtsakt der Eltern, die Persönlichkeit bedingt durch Erziehung, Gedanken abhängig und bedingt durch die Wirklichkeit, in der Du scheinbar lebst usw.

 

In Wahrheit gibt es da kein „ich“, das aus sich selbst heraus existiert und einen festen Wesenskern hat. Alles ist immer nur durch wechselseitige Abhängigkeit entstehendes Auftauchen und Verschwinden – ein kommen und gehen wie die Gedanken während Zazen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Jörg Hildebrandt (Donnerstag, 17 Oktober 2019 14:17)

    Der Mensch wird zur Person, sobald er von einem eigenen Geist getragen wird. Dieser eigene Geist ist der Menschensohn ohne den Vater. Mit dem Vater wäre er Sohn des Vaters in Gott (Jesus oder wer anders ist die Seele, und ihr Geist mit dem Vater als Einheit ist Gott) Diese Wandlung hin zum Vater ist die Auferstehung während des irdischen Daseins oder die Erweckung am letzten Tag dessen. Die Auferstehung des eigenen Geistes meint das loslassende oder befreiende Erleuchten.
    Ich, sagt der Geist einer Person, der sich selbst wahrnimmt als in einem Menschen seiend aufgrund eben dieses Menschen. Die Erschaffung des Menschen ist das Erkennen Gottes. Und einzig Gott gibt dem Wesen Leben ein, es werde ein Lebewesen - bis dieses den Geist aufgibt und verwest, gleich dem Lazarus. Besser ist ´s, der Geist lässt den Leib gehen.

  • #2

    Jörg (Freitag, 18 Oktober 2019 13:26)

    Das Ego ist der Weg.